Kelly`s Ride

Kelly ist ein 7jähriges Mädchen. Bis zu ihrem zweiten Lebensjahr war sie ein gesundes liebes Kind. Zuhause erhielt sie viel Zuwendung und wurde natürlich reichlich verwöhnt. Sie war sehr schlau und konnte schon mit zehn Monaten laufen. Für ein Kind, das gerade zwei Jahre alt war, konnte man schon ganz gute Gespräche mit ihr führen. Bilderbücher lesen mit ihren Schwestern und kochen mit Mama hat ihr sehr viel Spass gemacht.

Sie war ein Kind, das noch eine grosse Zukunft vor sich haben sollte - aber die wurde mit einem Schlag zerstört!

Im Namen von Kelly möchte ich sie bitten diese Broschüre durchzulesen, und ich hoffe auf ihre Unterstützung!

Was ist Kelly zugestossen????

Am 15. Juni 2000 wurde Kelly morgens wach und war krank. Wir dachten an eine Erkältung. Kurzum: Fieber messen und viel trinken lassen.

Sie schlief den ganzen Tag über auf dem Sofa. Gegen 16 Uhr mussten wir zum Zahnarzt. Eigentlich sollte Kelly mitgehen, aber das schien uns dann doch keine gute Idee. Und so bestellten wir dann einen Babysitter. Als wir vom Zahnarzt zurück kamen war Kelly noch viel kranker, und das Fieber war auch noch gestiegen. Als ich sie trinken lassen wollte, reagierte sie nicht und schaute mich auch nicht an, sondern es erschien mir als ob sie durch mich hindurch sah. Das beunruhigte mich sehr und wir entschlossen uns sofort den Arzt auf zu suchende es schon 17 Uhr war mussten wir zum Notdienst nach Heerlen (NL) fahren. Mein Mann setzte sogar das Auto noch ins Parkhaus, weil er nicht auf dem Bürgersteig parken wollte. Ich bin mit Kelly schon vorgegangen, und der Arzt sah schon von Weitem, dass Kelly ernsthaft krank war und schickte uns gleich weiter ins Heerlener Krankenhaus, wo der Kinderarzt schon auf uns warten sollte. Mein Mann kam gerade aus dem Parkhaus - also wieder zurück - das Auto holen, und als wir im Krankenhaus ankamen war noch immer kein Kinderarzt zugegen. Es wurden kostbare Minuten verspielt.

In der Notaufnahme bekam sie schon erste Hautblutungen und wir ahnten bereits, dass das kein gutes Zeichen wahrlich begann nach dem Kinderarzt zu schreien und endlich erschien er dann. Wir mussten zur Kinderabteilung gehen. Als wir Kelly dort auszogen, sah man bereits weitere Blutungen auf ihren Armen. Das ist eins der Symptome von Meningokokkensepsis-und Meningitis (Blutvergiftung und Hirnhautentzündung verursacht durch eine Bakterie genannt Meningokokken). Sie musste sofort auf die Intensivstation verlegt werden. Wiederum eine andere Abteilung, eine andere Etage - also wiederum Zeitverlust. Dort angekommen ging es Kelly dann richtig schlecht. Mein Mann und ich mussten in einem kleinen Zimmer warten, während Kelly einen Herzstillstand erlitt und 20 Minuten reanimiert werden musste. Später kam ein Arzt zu uns und teilte uns mit, dass Kelly beatmet werden musste; den Herzstillstand verschwieg er aber. Davon erfuhren wir erst als Kelly bereits nach Maastricht verlegt worden war. In Maastricht musste Kelly zum zweiten Mal reanimiert werden. Bis dahin hatten wir keine Ahnung, dass sich unser Kind in Lebensgefahr befand.

Da lag unser zweijähriges kleines Mädchen, beatmet, an Maschinen angeschlossen!

Nach einigen Tagen wurde die Beatmung abgesetzt und nun atmete sie selbständig. Dies aber sehr mühsam und nicht ausreichend, so das die Ärzte befürchteten sie könne sterben, wenn sie nicht wieder künstlich beatmet würde. Man wollte eine Computertomographie des Kopfes machen, um erkennen zu können wie schwer Kelly´s Gehirn beschädigt sei. Danach sollten wir entscheiden ob Kelly erneut beatmet werden sollte oder nicht.

Nach dem CT erklärte uns der Arzt, das es wohl Schäden gab, aber so sagte er wörtlich das muss nicht so schlimm sein. Wir waren erleichtert und atmeten auf. Kelly wurde erneut beatmet. Am nächsten Tag dann der niederschmetternde Bericht, dass Kelly sehr wohl ernsthafte Gehirnschäden erlitten hatte. Es hätte doch ein geübtes Auge die CT-Bilder beurteilen müssen. Der Assistent hatte wohl nicht genügend Erfahrung. Ich fragte: Kann sie wieder laufen, sitzen?? Antwort NEIN. Eine Welt stürzte ein.

 

Nach 8 Wochen Krankenhaus wurde Kelly in ein Reha Zentrum für Kinder verlegt. Dort erhielt sie ein Therapieprogramm, das ihre Sinne stimulieren sollte. OHNE ERFOLG !!

Da Kelly auch immer häufiger epileptische Anfälle erlitt, hatte unser Neurologe Dr. Weber sie nach Kempenhagen ins dortige Epilepsie Zentrum überwiesen. Dort wurden ihre Medikamente verändert und nun hatte Kelly nicht mehr so häufig mit Anfällen zu kämpfen. Sie wurde auch ein Stück ruhiger. Nun wurde es Zeit zu entscheiden was weiter mit unserer Tochter geschehen sollte. Kelly musste entweder in ein spezielles Heim oder zu uns nach Hause.

Natürlich wollten wir Kelly gerne bei uns zu Hause haben. Aber sie brauchte intensive Pflege und wir waren uns nicht sicher ob wir das aus - und durchhalten könnten.

Mittlerweile war Kelly schon ein ganzes Jahr krank und der Urlaub stand vor der Tür. Wir entschlossen uns sie mit nach Zeeland zu nehmen. Dort verbringen wir schon seit 17 Jahren unseren Sommerurlaub. Wir kratzten allen unseren Mut zusammen, mit dem Hintergedanken wenn es nicht gut ginge waren wir nicht weit weg von zu Hause. Für Kelly dann Franciscusoord Klinik.

 Wir waren 3 Wochen zusammen im Urlaub und dann wussten wir ganz sicher: KELLY KOMMT NACH HAUSE

Orginal Text von Sandra Honings (Mutter von Kelly)

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